3D-Druck im Camper: Kleine Helfer für die Tür
Kaum haben wir den Wohnwagen wieder zurück, mussten erst einmal kleinere Alltagsnervigkeiten verschwinden. Ihr kennt das vermutlich: Nach wenigen Tagen in einem Fahrzeug merkt man plötzlich, dass einen gar nicht die großen Baustellen stören, sondern die vielen kleinen Dinge, die man dutzendfach am Tag benutzt.
Den Anfang macht die Eingangstür.
1. Türfeststeller / Kindersicherung
Der originale Türfeststeller hatte im Laufe seines Lebens schon bessere Tage gesehen. Außerdem blieben nach dem irgendeinem Um- oder Anbau vom Vorbesitzer ein paar… nennen wir sie mal "historisch gewachsene Belüftungsbohrungen" zurück.

Also wurde kurzerhand der 3D-Drucker angeworfen und ein neuer Schieber konstruiert. Der erfüllt gleich zwei Aufgaben: Er dient als Kindersicherheitsschloss und verdeckt gleichzeitig die nicht mehr benötigten Löcher in der Tür. Zwei Fliegen mit einer Klappe. Natürlich nur zu bedienen, wenn man innen ist – während ich das schreibe, denke ich noch mal drüber nach, ob das schlau ist…
2. Türgriff-Verlängerung
Die Tür lässt sich original zwar öffnen und schließen, allerdings muss man dabei ständig am recht filigranen Schlossgriff ziehen. Das fühlt sich weder besonders angenehm noch besonders langlebig an.

Also entstand auch hierfür ein kleiner Zusatzgriff aus dem Drucker. Jetzt kann die Tür vernünftig zugezogen werden und lässt sich gleichzeitig deutlich angenehmer aus dem Schnapper lösen. Ganz nebenbei wird der eigentliche Schlossgriff geschont.

Ja… ich gebe es zu. Meine ersten Gehversuche im 3D-Druck waren eher von der Kategorie "Form folgt Funktion". Schönheitspreise gewinnt das Zeug vermutlich keine. Wer nach perfekten Rundungen, Hochglanzoberflächen und Designerstücken sucht, wird hier eher enttäuscht.
Aber sie funktionieren. Und genau dafür sind sie gebaut worden.