Fünf Millimeter, die mich jedes Mal genervt haben!
Bei unserem Wohnwagen war es dieses Mal der Gaskasten. Der Gaskasten ist schlicht zu niedrig. Das merkt man allerdings erst dann, wenn man das erste Mal eine 11-kg-Gasflasche wechseln möchte.
Die Flasche passte zwar hinein – aber eben nur mit viel Geduld. Schräg einsetzen? Keine Chance – dafür fehlte die Tiefe. Seitlich kippen? Ebenfalls unmöglich, weil die Scharniere der Gaskastenklappe genau im Weg sind.
Also blieb nur eine Möglichkeit: Die Gasflasche möglichst senkrecht und nahezu millimetergenau in den Gaskasten einfädeln. Es fehlten gerade einmal fünf Millimeter.
Diese fünf Millimeter sorgten regelmäßig dafür, dass man mit der Flasche irgendwo an der Klappe, deren Scharnieren oder auch an der Frontklappendichtung hängen blieb.
Also wurde zunächst genau vermessen, wie die Gasflasche später im Gaskasten stehen muss und wie viel Platz tatsächlich benötigt wird. Erst danach konnte der Ausschnitt angezeichnet werden. Auch hier war wieder Millimeterarbeit gefragt, denn vor der Rückwand musste noch genügend Platz bleiben, damit überhaupt mit der Stichsäge gearbeitet werden konnte.
Zum Glück lagen von einem älteren Projekt noch passend abgekantete Metallprofile herum. Diese wurden so angepasst, dass sie den neuen Ausschnitt links, rechts und hinten stabilisieren. Die Vorderseite blieb bewusst offen – sollte jemals Gas austreten, kann es weiterhin ungehindert nach unten aus dem Gaskasten entweichen.

Die Profile wurden eingeklebt und zusätzlich verschraubt. Danach wanderte das zuvor ausgeschnittene Bodenstück praktisch unverändert wieder zurück – allerdings eine Etage tiefer.

Das Ergebnis klingt fast lächerlich: Die Gasflasche steht jetzt nur wenige Zentimeter tiefer. Aber genau diese paar Zentimeter machen aus einem nervigen Gefummel einen völlig entspannten Flaschenwechsel.
Natürlich mussten die Sägekanten noch abgedichtet werden – gelöst mit Dichtmasse und Farbe.
